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Die Profite wachsen weit über den Bedarf der Realwirtschaft hinaus: Ursachen und FolgenFranz Garnreiter
Von der Gesamtprofitsumme in Deutschland bleibt ein stark steigender Anteil übrig für Finanzanlagen, Spekulation, Lobbyismus usw. Überschüssige Profite. Woher kommt das? Es ist der besondere technische Fortschritt, der zunehmend bewirkt, dass Produktionsmittel durch Elektronik, Präzisionssteuerung, KI usw. heute sehr viel produktiver sind als früher, ohne entsprechend teurer zu sein. Wir müssten bei gleichem Wohlstand weniger arbeiten – wenn wir eine vernünftige gesellschaftliche Steuerung hätten. Tatsächlich investieren die Konzerne diese angeeignete und überschüssige Mehrarbeit in Finanzialisierung, Spekulation, Machtausbau. Das ist parasitärer Kapitalismus. Das Mindeste wäre eine deutliche Höherbesteuerung der Profitsumme.
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Rekordausschüttungen: DAX-Dividenden erreichen historisches HöchstniveauWilly Sabautzki
Rekorddividenden inmitten wirtschaftlicher Krisen werfen die Frage auf, wer tatsächlich vom erzeugten Reichtum profitiert. Während zentrale Branchen unter Druck stehen, steigen die Ausschüttungen weiter – oft zulasten von Beschäftigung, Investitionen und gesellschaftlichen Aufgaben. Willy Sabautzki zeigt, wie sich darin grundlegende Widersprüche der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung zuspitzen.
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Palantir und die digitale ÜberwachungMandy Tröger
Palantir steht exemplarisch für die wachsende Verflechtung von staatlicher Sicherheitspolitik, privatwirtschaftlicher Dateninfrastruktur und globalen Kapitalströmen. Daraus entwickelt sich eine komplexe Überwachungsarchitektur, die demokratische Kontrolle unterläuft und neue strukturelle Abhängigkeiten schafft. Zugleich wird deutlich, wie Überwachung als Geschäftsmodell organisiert ist und zunehmend in bestehende Macht- und Eigentumsverhältnisse eingebettet wird.
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Weltwirtschaft bewegt sich Richtung StagflationMichael Roberts
Steigende Energiepreise infolge geopolitischer Konflikte treiben die Weltwirtschaft in Richtung Stagflation. Inflation, verlangsamtes Wachstum und zunehmende Ungleichgewichte greifen global ineinander und treffen Regionen je nach Abhängigkeit von Energieimporten, Kapitalströmen und Handelsverflechtungen unterschiedlich stark. Sichtbar wird eine Entwicklung, in der kurzfristige Preisschocks tiefere strukturelle Krisentendenzen der Weltwirtschaft verschärfen.
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Chemie Abschluss 2 Prozent: Unterordnung der Lohnpolitik unter die StandortideologieWilly Sabautzki
Ein Tarifabschluss von unter zwei Prozent wird als Krisenreaktion verkauft – und markiert gleichzeitig eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse zulasten der Beschäftigten. Der Text zeigt, wie sinkende Reallöhne, lange Laufzeiten und die Orientierung am „Standort“ auf eine grundlegende Neuausrichtung der Lohnpolitik hinweisen. Gewerkschaften tragen zunehmend zur Stabilisierung von Profitraten bei, während die Kosten der Krise auf die Lohnabhängigen verlagert werden.
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report 143 Globale Umbrüche, neue Allianzen - Machtverschiebungen in der multipolaren WeltDie vielbeschworene Globalisierung war nie ein Wohlstandsversprechen für alle, sondern ein Herrschaftsprojekt zugunsten weniger – getragen vom Westen, bezahlt vom Globalen Süden. Nun gerät diese "Ordnung" ins Wanken. Neue Machtzentren – vor allem in Asien – formieren sich und fordern die westliche Vorherrschaft heraus. Doch was bedeutet das? Entsteht wirklich etwas Neues – oder nur eine multipolare Variante desselben ausbeuterischen Systems?
isw-report 143 dokumentiert die Redebeiträge der ReferentInnen des 31. isw-forums, das im November 2025 in München stattfand.
Leo Mayer: Ist das Ende der Globalisierung erreicht? Bafta Sarbo: Afrika in der multipolaren Welt Ingar Solty: Die Krise des Systems. Krieg, Sozialabbau, Rechtsentwicklung
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System Change oder Klima-Kollaps. Über die Verantwortungslosigkeit kapitalistischer Gesellschaften
Das Buch unseres isw-Mitarbeiters Franz Garnreiter ist im oekom-Verlag erschienen und nicht nur in allen guten Buchhandlungen, sondern auch beim isw erhältlich.
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