Forschungshefte-04

forschungshefte 4

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Der Markt. Theorie – Ideologie – Wirklichkeit
erscheint: Juli 2010
Umfang 48 Seiten
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Produktbeschreibung

Die Marktwirtschaftstheoretiker haben die bekannte Vorstellung einer „unsichtbaren Hand“ entwickelt, die das Tun der einzelnen Marktakteure ordnend lenkt und dadurch die Wirtschaft insgesamt zum Besten führt. Diese unsichtbare Hand ist eine bildliche Vorstellung für die zentrale und elementare Behauptung der Theorie, dass der Marktmechanismus die voneinander unabhängigen und rein eigennützigen Handlungen der einzelnen Marktakteure auf ein optimales und gerechtes wirtschaftliches Ergebnis hin lenkt – und dies ohne jeden besonderen Aufwand oder irgendwelche Koordinierungskosten.

Die so genannte Allgemeine Gleichgewichtstheorie, die grundlegende Theorie über Stabilität, Effizienz und Optimalität einer Marktwirtschaft, wird in diesem Text auf ihre Beweiskraft geprüft. Es wird sich zeigen, dass sie, um ihre Behauptungen untermauern zu können, auf Annahmen und Voraussetzungen über wirtschaftliche Beziehungen und über die Handelnden in der Wirtschaft angewiesen ist, die – verglichen mit der Realität – dermaßen abwegig sind, dass man die gesamte Theorie als unbrauchbar für die Analyse wirklicher Marktwirtschaften verwerfen muss.

Folgende Fragen werden aufgeworfen und diskutiert: Wie entstand die Markttheorie? Was sind ihre Grundgedanken? Was macht diese Theorie so attraktiv? Wie schafft es die „unsichtbare Hand“, alles zum Besten zu lenken? Und wo liegt die Argumentation falsch? Inwiefern behandelt die Markttheorie keine wirkliche Marktwirtschaft? Warum aber kann sie sich trotzdem halten? Wie wird sie zur ideologischen Stabilisierung der gegebenen Wirtschaftsordnung genutzt?

Die unsichtbare Hand, also die Organisation einer Wirtschaft als Marktwirtschaft, bürdet der Gesellschaft riesige Kosten auf. Der Glaube an die Marktwirtschaftstheorie und das Festhalten an der wirklichen Marktwirtschaft kommt uns teuer.