Bernd Bücking zum 80. Geburtstag

Es geht das Gerücht um, dass manche unserer Leser die isw-Hefte nur wegen Bernds Karikaturen kaufen. Das mag übertrieben sein. Tatsache ist, dass viele die Hefte erst im Hinblick auf die Karis durchblättern und dadurch auch zum Lesen der Texte animiert sind. Als solcherart Anreger ist Bernd seit der Gründung des isw unterwegs, gestaltet er mit an dessen Profil. Bernd hat die Fähigkeit, komplizierte Zusammenhänge mit ein paar Strichen auf den Punkt zu bringen. Es sei ihm verziehen, dass er ab und an versucht, das ganze Heft in einem Cartoon wiederzugeben.

Doch Bernd zeichnet nicht nur witzig für das isw; er ist ein begehrter Referent zu den meisten isw-Heften. Besonders sozialpolitische Themen liegen ihm am Herzen. Soziale Ungerechtigkeit, Armut und das Elend in der Dritten Welt gehören zur Haupt-Motivation für sein politisches Engagement, das nun schon über 60 Jahre währt. Von seinen Vorträgen und der zeichnerischen Verarbeitung von

Problemen erhält er auch das Feedback, das er in die isw-Diskussionen einbringt.

Bernd veröffentlicht auch Karikaturen in anderen linken Publikationen. Unter anderem in der UZ, der Zeitung der DKP. Nun haben ihm die dortigen Meister des journalistischen Stils und der ideologischen Finesse erklärt, er genüge ihren ästhetischen und ideologischen Ansprüchen nicht mehr. In Bayern sagt man in solchen Fällen, was kümmert es die Eiche, wenn die Sau sich an ihr wetzt.

Lieber Bernd, wir haben Glück, dass wir Dich haben. Bitte fahre fort, mit Deinen Karikaturen der Erkenntnis der Leserinnen und Leser mit – oftmals grimmigem – Lachen auf die Sprünge zu helfen.

Deine Freundinnen und Freunde aus der isw-Redaktion.