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isw-report 72
Dezember 2007
40 Seiten
1 Euro (Sonderpreis)
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Der Autor (Jörg Goldberg) untersucht die historische Entwicklung Afrikas im Weltkapitalismus bis hin zu ihrem jüngsten Stand. Die koloniale und neokoloniale Einflussnahme war und ist für ihn der entscheidende Grund, der die autonome Entwicklung Afrikas unterbrochen und damit das Problem der "Unterentwicklung" erst geschaffen hat. Warum aber haben die imperialistischen Interventionen in Afrika anders gewirkt als in Asien oder Lateinamerika. Afrika wurde zwar in den Weltkapitalismus integriert, aber nicht "aktiv", sondern als bloßer Rohstofflieferant.

Zu einer Verankerung der kapitalistischen Produktionsweise, zur Entwicklung eigener nationaler kapitalistischer Strukturen ist es in Afrika nicht gekommen. Der Autor macht dafür sowohl die spezielle Art des imperialistischen Einbruchs in Afrika als auch die Besonderheiten der historisch gewachsenen afrikanischen Institutionen verantwortlich. Die fehlende Verankerung des Nationalstaates, die Abwesenheit gemeinsamer, als legitim betrachteter Institutionen und den Konflikt zwischen traditionellen und "modernen" Herrschaftsformen erachtet er als die wesentlichen "endogenen" Gründe für den entwicklungspolitischen Misserfolg des Kontinents.

Inhalt (pdf, 32 kB)
Editorial (pdf, 28 kB)


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